playin'siegen 2017

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Internationales Urban Games Festival – playin’siegen 2017 / Projektbeschreibung


1 Projektbeschreibung
Urban Gaming und Stadtgestaltung - speziell Nachbarschaftsprojekte - sind globale Trendthemen, die in Deutschland nach und nach mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Insbesondere in der Bildungs- und Jugendarbeit wird die Thematik der spielerischen Sozialraumerkundung und partizipatorischer Stadtgestaltung immer häufiger aufgegriffen. In 2015 wurde das internationale urban games Festival „playin’siegen“ zum ersten Mal von Master Studenten der Medienkultur in einem Projektseminar ‚Festivalorganisation und Begleitforschung‘ geplant und durchgeführt. Im Wintersemester 2016/2017 wird das Projektseminar erneut angeboten und wird im Sommersemester 2017 dabei durch das Modul 6.2 Geschichte und Praxis von Kulturtechniken unterstützt.


Das Motto von playin’siegen 2017 lautet:

Evolution des Spielens  Vergangenheit.Gegenwart.Zukunft.

Die vier Unterbereiche umfassen:
Gaming, Exhibition, Science, Performance.
Spielorte werden an ausgewählten Locations in der Siegener Ober- und Unterstadt sein.
Zielgruppe: Stadtgesellschaft d.h.: Familie / Kinder, Schüler, Jugendliche, Geflüchtete, Studierende,
(Spiel)Experten, Senioren, Erwachsene (berufstätig und nicht berufstätig), Touristen (Gäste).

Mission:
playin'siegen führt die Stadtgesellschaft kultur- und generationsübergreifend im urbanen Spielen & Erleben nachhaltig zusammen.
Unterbereiche playin’siegen:

Games – Spiele im öffentlichen Raum werden innerhalb eines Programms angeboten. Zusätzlich dazu wird es Spiele geben, die jederzeit spielbar sind.
Exhibition – Die Ausstellung führt durch das Thema: „Evolution des Spielens“, mit Schwerpunkt soziopolitisch und soziokulturell motiviertem Spiel. Forschungsansätze und –beiträge werden innerhalb der Ausstellung aufgearbeitet.
Performance – Straßenperformances in Form von Theater, Erlebnis-Aktionen und geführten Vorträgen.
Science – Workshops zu ausgewählten Themen werden angeboten und dokumentiert.
Internationales Urban Games Festival – playin’siegen 2017 / Projektbeschreibung


2 Zielgruppen & Maßnahmen
Passanten, Siegener Bürger, Familien und Gäste

Die Festival Besucher*innen können (und z.T. müssen) sich aktiv einbringen und erleben sich so als
selbstwirksam. Dabei wird bewusst mit niedrigschwelligen Interaktionsmöglichkeiten gearbeitet, die mit
dem Verzicht auf Eintrittsgelder beginnen. Die Stadtkultur wird belebt.

Studierende / Wissenschaftler*innen
Studierende und Wissenschaftler*innen haben die Gelegenheit sich durch das Festival zu informieren,
mit einander, den Festivalbesucher*innen und dem Organisationsteam auszutauschen und erhalten
neue Impulse.

Senioren
Ältere Menschen können speziell im Bereich „Exhibition“ den Festival-Besucher*innen in einem
Diskurs aus erster Hand über ihre Spielerlebnisse berichten und ggf. Spiele aus ihrer Kindheit erklären
und anleiten. So wird eine Brücke der Generationen geschlagen und es findet ein aktiver Austausch
statt.

Kreative
Neben etablierten nationalen und internationalen Spiel-Experten wird Kreativen jeglichen Alters die
Möglichkeit geboten, durch ein Auswahlverfahren eines „Call for Games/Performances“ ihr Spiel oder
ihre Performance während des Festivals zu präsentieren, insbesondere angesprochen werden
Siegener Bürger*innen. Im Allgemeinen wird die Kunstform des Urban Gaming bekannter gemacht
und kann im Idealfall dazu führen, dass Kreative durch das Festival sich mehr und mehr für das
Medium ‚Spiel‘, bzw. diese Kunstform begeistern und aktiv werden.

Schüler*innen und Jugendliche
Im Vorfeld werden ausgewählte Schulen besucht, um dort einen Urban Game Design Schnupperkurs
anzubieten. Somit erhalten die Schüler und Jugendlichen einen Bildungszugang zum kreativen
Umgang mit öffentlichem Raum. Es werden explizit ausgewählte Schulen zum Festival eingeladen,
insbesondere in die Ausstellung. Diese wird einen „Lehrpfad“-Charakter haben, an dem sich
Lehrer*innen orientieren, und die Thematik in ihren Unterricht einbauen können.
In einer ausgewählten Jugendeinrichtung bieten die Studierenden einen Workshop "Urban Minigolf"
an, bei dem die Jugendlichen selbst einen Minigolf Parcours aus Recycling Materialien designen und
an den Veranstaltungstagen Sa / So (evtl. auch nur ein Tag) die Gelegenheit erhalten, ihre Bauwerke
der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wünschenswert ist dabei, dass geflüchtete Jugendliche in den
Workshop integriert werden. Die Jugendlichen befassen sich somit mit den Themen Teamarbeit,
Recycling und Sozialraumerkundung. Darüber hinaus steigert das Projekt das Selbstbewusstsein
durch die Anerkennung von Festivalbesucher*innen, die ihr Urban Minigolf spielen.

Blog des Projekts: http://www.playinsiegen.de/blog/

Video zum Projekt

Mitglieder von ALTERAktiv haben mit Interviews zu Spielen von früher, sowie einigen Bildern die für die Ausstellung
zur Verfügung gestellt wurden, am Projekt mitgewirkt.

Bilder aus der Ausstellung Spiele -früher - heute - Zukunft:

(Mehr Fotos: http://www.playinsiegen.de/media/ )


© Verein ALTERAktiv Siegen-Wittgenstein e.V. Stand: 12/2016
[ Alt sein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt ] ( Martin Buber )